Kürzlich besuchte die grüne Landtagsabgeordnete Sarah Hagmann die Aktiven des Stadtteilvereins Friedlingen.
Der Verein setzt sich für ein aktives Quartiersleben in Friedlingen ein. Sie sprach mit den beiden Vorsitzenden Volker Hentschel und Alev Kahraman sowie den beiden Koordinatorinnen Nilufar Hamidi und Angelika Schilling über die Entwicklung des Vereins.
Friedlingen war schon immer ein Stadtteil mit einer hohen Mobilität der Bewohner:innen. Dadurch ist der Stadtteil sehr bunt und verändert sich ständig. Vor diesem Hintergrund wurde vor über zehn Jahren der Stadtteilverein gegründet, um gerade in diesen konstanten Veränderungen einen Ort für Gemeinschaft und Engagement zu schaffen. Im Verein wollte man ein Netzwerk schaffen, um Ideen für ein lebendiges Quartier umzusetzen. Mit seinen vielfältigen Angeboten ist der Stadtteilverein seit Beginn ein Erfolgsmodell: Beim beliebten Miteinander-Fest im Sommer kommt das ganze Quartier zusammen, das Elternmentor:innen-Programm unterstützt zugezogene Familien dabei, sich im Schulsystem vor Ort zurechtzufinden, im offenen Nachbarschaftstreff WiKi kommen jede Woche Kinder, Jugendliche und Erwachsene zusammen, um sich auszutauschen, und bei den regelmäßig stattfindenden Stammtischen zu unterschiedlichen Themen werden immer wieder andere Personen angesprochen.

Der Verein bietet für dieses Angebot, das vielfach auf ehrenamtlichem Engagement aufbaut, einen klaren Rahmen, was rechtliche, finanzielle und Versicherungsfragen angeht. Eine Gelingensbedingung für die erfolgreiche Vereinsarbeit ist die Infrastruktur und der professionelle Support des Diakonischen Werks Lörrach, in dessen Dienststelle im Mehrgenerationenhaus der Stadtteilverein seinen Vereinssitz hat. So kann auch viel soziale Arbeit geleistet werden, beispielsweise durch Einzelfallhilfe bei Mietschulden oder bei der Nachbarschaftsarbeit.
Gerade in Zeiten von Krisen und Einsamkeit ist nachbarschaftliches Zusammenleben ein wichtiger Anker.
Der Stadtteilverein konnte von Anfang an auf Strukturen zurückgreifen, die sich bereits vor seiner Gründung um den sozialen Zusammenhalt in Friedlingen gekümmert hatten. So begann die Städtische Wohnbau bereits Anfang der 1990er Jahre, professionelle soziale Arbeit anzubieten. Noch heute arbeitet der Stadtteilverein eng mit dem Quartiersmanagement der Städtischen Wohnbau zusammen.
Sarah Hagmann, MdL, ist von der vielfältigen und wichtigen Arbeit des Stadtteilvereins beeindruckt, die dieser schon seit vielen Jahren leistet: „Ein lebendiges Quartier ist ein Ort der Begegnung, des Vertrauens und der Teilhabe für alle Generationen. Gerade in Zeiten von Krisen und Einsamkeit ist nachbarschaftliches Zusammenleben ein wichtiger Anker. Ich bin daher froh, dass das Land mit der Landesstrategie ‚Quartier 2030 – Gemeinsam. Gestalten.“ bereits viele Projekte auf den Weg gebracht wurden, die soziale Teilhabe, Barrierefreiheit sowie altersgerechtes Wohnen und Leben fördern. Wir müssen auch in Zukunft dafür sorgen, dass Quartiere für alle Generationen ein gutes Leben ermöglichen. Ein wichtiger Baustein dabei ist die Förderung von Mehrgenerationenhäusern, die als Orte der generationenübergreifenden Begegnung und Teilhabe dienen.
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