Kürzlich besuchte die grüne Landtagsabgeordnete Sarah Hagmann den Familientreff in der Alten Apotheke in Grenzach, der vom Familienzentrum Rheinfelden e. V. betrieben wird.
Im Gespräch mit Birgitt Kiefer, Geschäftsführerin des Familienzentrums Rheinfelden, Susanne Göb, Koordinatorin des Familientreff „Alte Post“ in Wyhlen, und Hana Roschman, Koordinatorin des Familientreff „Alte Apotheke“ in Grenzach, wurde deutlich, wie wichtig die niederschwelligen Angebote des Familienzentrums für Kinder, Eltern, ältere Menschen und viele weitere Personen sind.
Susanne Göb und Hana Roschmann verdeutlichten, dass das vielfältige Angebot – Babycafé, Mittagstisch, Tauschbörsen für Kinderkleidung und vieles mehr – häufig aus sich selbst heraus weiterwächst. Denn Familien – auch sie selbst – kommen meist mit ihren Kleinkindern zum ersten Mal in den Familientreff und bleiben dann häufig langfristig der Alten Apotheke verbunden. Damit übernimmt die Alte Apotheke im Ort vielfältige Funktionen: Sie bietet die Möglichkeit, mit anderen in Austausch zu kommen, wenn man (noch) niemanden im Ort kennt. In diesem Rahmen können Fragen und Beratungen sehr niederschwellig angeboten werden. Zugleich ist es ein Ort, um eigene Ideen umzusetzen und damit als Multiplikator für eine aktive Dorfgemeinschaft zu wirken.
Die Alte Apotheke übernimmt somit viele Aufgaben für das Quartier. In diesem Sinne hat sie im Rahmen der Landesstrategie Quartier 2030 über einen Zeitraum von zwei Jahren Fördergelder in Höhe von rund 60.000 Euro erhalten. Im Projekt „Ich habe Zeit für dich – Generationen gestalten Gesellschaft“ möchte die Gemeinde das generationengerechte Miteinander stärken. Im Rahmen des Projekts soll das lokale Leben aktiv mitgestaltet werden. Ob jung oder alt, neu in der Gemeinde oder schon lange daheim – hier findet jede und jeder einen Platz.

Sarah Hagmann, MdL: „Der Familientreff ‚Alte Apotheke‘ übernimmt hier in Grenzach viele Aufgaben gleichzeitig: Familienbildung, -beratung und -erholung sowie sozialraumorientierte Angebote für das ganze Quartier. Damit übernimmt er nicht nur für Familien eine stärkende Funktion. Er bietet Unterstützung in belasteten Lebenslagen und schafft einen niederschwelligen Ort der Begegnung, Unterstützung und Beteiligung. Dafür braucht es aus meiner Sicht ganz klar eine strukturelle, verlässliche und dauerhafte Finanzierung.“
Auch die Mitarbeiterinnen des Familientreffs betonen den Wunsch nach einer projektunabhängigen, langfristigen Finanzierungsstruktur. Sie sehen viele Vorteile in der Struktur des Familienzentrums Rheinfelden, das wie viele andere Familienzentren auch Anfang der 1990er Jahre aus Mütterinitiativen entstanden ist. Ende 2020 kam die Alte Apotheke als Außenstelle auf der Grundlage einer Vereinbarung mit der Gemeinde hinzu. So können sie eine größere Vielfalt an Menschen teilweise auch spontan erreichen. Dies wird in der Alten Apotheke mit ihrer zentralen Lage im Ort besonders deutlich. Man ist hier Gastgeber für alle Besucher:innen, die vorbeischauen.
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