Die Grüne Landtagsabgeordnete Sarah Hagmann traf sich kürzlich mit Nina Hartmann, Landesvorsitzende des Verbandes der Unternehmerinnen in Deutschland e.V. (VdU) und Präsidentin der Vereinigung Badischer Unternehmen + Verbände e.V. (VBU).
Die südbadische Unternehmerin, die selbst zwei Unternehmen und einen Verlag führt, setzt sich in der Verbandsarbeit für die Stärkung von Frauen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ein. Im Gespräch waren sich beide einig, dass von der Stärkung der Frauen und der Entlastung der Familien bei der Sorgearbeit die Wirtschaft und damit die gesamte Gesellschaft profitieren.
Nina Hartmann machte im Gespräch deutlich, dass Familien und insbesondere Frauen mehr gesellschaftlichen Rückenwind brauchen, um Erwerbstätigkeit und unternehmerische Selbstständigkeit mit Familie leichter zu ermöglichen. Denn bislang wird die Sorgearbeit - sei es die Betreuung der eigenen Kinder oder die Pflege von Angehörigen – immer noch überwiegend von Frauen getragen: Frauen wenden im Durchschnitt täglich über 44 Prozent mehr Zeit für unbezahlte Sorgearbeit auf als Männer. Sarah Hagmann und Nina Hartmann waren sich einig, dass es neben einer besseren Verfügbarkeit von Krippenplätzen und Ganztagsbetreuungsangeboten weitere Hebel braucht, um Frauen den Einstieg oder Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern.
Nina Hartmann weist beispielsweise darauf hin, dass ein wesentlicher Grund dafür, dass die Zahl der Gründungen von Frauen in Deutschland nach wie vor sehr gering ist, der erschwerte Zugang zu Kapital für Frauen sei, da – meist männliche – Kapitalgeber davor zurückschreckten, in weibliche Start-ups zu investieren. Investor*innen-Netzwerke für Gründer*innen, wie zum Beispiel encouraventures e.V., seien deshalb weiterhin sehr wichtig.
Wichtig ist Sarah Hagmann daher die Stärkung und Unterstützung von Projekten in Baden-Württemberg, die eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen. So sei zum Beispiel die Ausweitung der Teilzeitausbildung für viele Frauen eine Möglichkeit, sich während der Familienzeit weiterzubilden. „Als Grüne Landtagsfraktion haben wir uns dafür eingesetzt, das Netzwerk Teilzeitausbildung bis Ende 2026 mit jährlich 100.000 Euro finanziell zu unterstützen. Mit seiner Beratungs- und Öffentlichkeitsarbeit schafft das Netzwerk Bewusstsein und eröffnet mehr Interessierten die Möglichkeit, eine Ausbildung in Teilzeit zu beginnen und erfolgreich abzuschließen“, ist die Abgeordnete überzeugt.
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