Kürzlich traf sich die Lörracher Landtagsabgeordnete Sarah Hagmann mit Norbert Schneider, dem neuen Präsidenten des Polizeipräsidiums Freiburg.
In ihrem Gespräch erörterten sie die positive Wirkung der Stellenoffensive des Landes auf die Polizeiarbeit sowie Möglichkeiten für eine bessere grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit.

Polizeipräsident Schneider bewertete den Rückgang der Straftaten in der Kriminalstatistik 2025 für den Landkreis Lörrach zwar positiv, wies jedoch auch auf bestehende Herausforderungen hin. Der Landkreis sei in Bezug auf Kriminalität mit großen Städten in Baden-Württemberg vergleichbar. Dies sei auf die Ballungssituation um Basel sowie die Grenzlage zurückzuführen. Vor diesem Hintergrund sei die Einstellungsoffensive für die Landespolizei in den vergangenen Jahren richtig und wichtig gewesen. Insbesondere die Streifenpolizist:innen seien teilweise gestärkt worden, sodass man der Einsatzfähigkeit besser gerecht werden könne und die Sicherheit für die Menschen weiterhin gewährleistet werden kann.
Sarah Hagmann, MdL: „Baden-Württemberg bleibt eines der sichersten Länder in Deutschland. Damit das so bleibt, ist es gut, dass die neue Landesregierung die Einstellungsoffensive fortsetzt. Denn starke Sicherheitsbehörden müssen auch personell gut ausgestattet sein. Von den zusätzlichen Stellen sollten besonders belastete Regionen wie der Landkreis Lörrach profitieren.“
Foto©LenaLux Angesichts der Grenzlage Lörrachs ist eine enge Zusammenarbeit mit den Polizeibehörden in der Schweiz und Frankreich von großer Bedeutung. Glücklicherweise bestehen seit den 1990er Jahren mit beiden Ländern Verträge, die gemeinsame Polizeistreifen, Fahndungskontrollen und die gegenseitige Unterstützung ermöglichen. Die trinationale Zusammenarbeit funktioniert grundsätzlich gut, etwa im täglichen fallbezogenen Informationsaustausch auf trinationaler Ebene. Dennoch sieht Norbert Schneider in der Praxis noch Optimierungsmöglichkeiten in der Zusammenarbeit mit Frankreich. Vor diesem Hintergrund begrüßt Sarah Hagmann, dass die neue Landesregierung die Arbeiten auf Bundesebene zur Aktualisierung des Abkommen mit Frankreich – das sogenannte Mondorfer-Abkommen – gezielt unterstützt. Sie wird sich in ihrer Arbeit im Europa-Ausschuss des Landtags aktiv dafür einsetzen.