Kürzlich besuchte die grüne Landtagsabgeordnete Sarah Hagmann den Quartierstreff an der August-Bauer-Straße in Weil am Rhein.
Im Gespräch mit Brigitte Lill, Quartiersmanagerin, Gudrun Schemel, Geschäftsführerin des Caritasverbandes für den Landkreis Lörrach e. V., Susanne Sprengard, Fachbereichsleiterin der Sozialen Dienste der Caritas, und Andreas Heiler, Vorstand der Caritas, wurde deutlich, wie wichtig es ist in neuen Quartieren ganz bewusst auch eine soziale Infrastruktur für Austausch und Engagement zu schaffen.
Vor zehn Jahren wurde mit dem Spatenstich der Bau neuer Wohnungen in Weil-Ost begonnen, um Wohnraum für mehr als 8.000 Menschen zu schaffen. Doch schnell wurde allen Beteiligten klar, dass hier mehr als nur neue Wohnungen entstehen sollte: ein neues, lebendiges Quartier an der August-Bauer-Straße. Aus dieser Idee heraus gibt es nun seit sieben Jahren einen lebendigen Quartierstreff. Die Quartiersmanagerin Brigitte Lill berichtet, wie hier innerhalb weniger Jahre ein aktives Quartiersleben entstanden ist. Ausgangspunkt ist, dass die Bewohner:innen Ideen äußern, was sie sich für ihr Quartier wünschen. Dann wird gemeinschaftlich gestaltet und organisiert. Brigitte Lill sieht ihre Aufgabe insbesondere darin, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Menschen im Quartier ihre Ideen im Ehrenamt möglichst gut umsetzen können.
Es ist beispielhaft, wie bei der Entstehung dieses neuen Quartiers von Anfang an daran gedacht wurde und wie es inzwischen weit darüber hinaus wirkt.

Die haupt- und ehrenamtlich Engagierten sind überzeugt, dass die Arbeit des Quartierstreffs nicht nur den Austausch über Generationen und unterschiedlichste Nationalitäten hinweg fördert, sondern auch die Demokratie stärkt. Denn hier können sie Dinge mitgestalten und mitentscheiden. So sind bereits viele verschiedene Initiativen entstanden: Eine Baumpflanzaktion wurde durchgeführt, mit dem Oberrhein-Gymnasium wurde eine Kleidertauschbörse organisiert und eine Nachbarschaftshilfe wurde ins Leben gerufen.
Sarah Hagmann sagt: „Ein gutes, nachbarschaftliches Quartier besteht aus mehr als nur Wohneinheiten und Beton. Ein lebendiges Quartier ist ein Ort der Begegnung, des Vertrauens und der Teilhabe für alle Generationen. Es ist beispielhaft, wie bei der Entstehung dieses neuen Quartiers von Anfang an daran gedacht wurde und wie es inzwischen weit darüber hinaus wirkt. Deshalb ist es für mich selbstverständlich, dass wir auch in Zukunft eine aktive Unterstützung solcher Quartiersarbeit benötigen. Ich denke daher, dass die Landesstrategie Quartier 2030 unbedingt weiterentwickelt werden muss.“
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