Die Landtagsabgeordnete der Grünen, Sarah Hagmann, war gemeinsam mit Armin Wikmann, dem Koordinator von Natur-Erlebnisse für Alle, Dr. Peter Wenner, Vorstandsmitglied des NABU Lörrach, sowie Christof Trzebitzky, Koordinator des Steinkauzprojekts beim NABU Lörrach, am Tüllinger Berg unterwegs.
Bei einem Spaziergang sprachen sie unter anderem darüber, welchen Einfluss der Klimawandel ganz konkret am Tüllinger auf die Tierwelt hat, und über aktuelle Entwicklungen in der Umweltbildung.

Die Naturvielfalt am Tüllinger ist eng verknüpft mit Obst-, Wein- und Ackerbau. So habe die kleinparzellierte Landwirtschaft über Jahrhunderte zu einer großen Naturvielfalt beigetragen. Doch weil Natur, Landwirtschaft und Naherholung in diesem Gebiet so eng zusammenliegen, gibt es durchaus auch Zielkonflikte.
Insbesondere der Klimawandel verstärkt den Druck auf viele Lebewesen im Schutzgebiet weiter. So beobachten der Streuobstpädagoge und die zwei NABU-Aktiven, dass viele Pflanzen und Tiere auch hier am Tüllinger Berg weniger werden und teilweise sogar verschwinden. Ein wichtiger Indikator für Veränderungen durch den Klimawandel ist die Vogelwelt: Am Tüllinger Berg sind zum Beispiel immer mehr wärmeliebende Zaunammern zu beobachten, während die Goldammer, aufgrund des Populationsdrucks sich mehr und mehr in höhere Lagen im Wiesental zurückzieht. Ein weiteres Beispiel sind Schmetterlingsarten, die auf bestimmte Pflanzen spezialisiert sind. Wenn diese Pflanzen nun früher wachsen und blühen, bleiben die Arten ohne Nahrung.
Ich bin froh, dass wir in Baden-Württemberg mit dem Biodiversitätsstärkungsgesetz klare Ziele gesetzt haben, um unsere natürliche Lebensgrundlage zu schützen.

Deshalb wird die Pflege und artgerechte Erhaltung der Lebensräume immer wichtiger, um zu verhindern, dass gefährdete Arten durch eine geringe Lebensraumqualität zusätzlich unter Druck geraten. Aufgrund der kleinen Land- und Gartenparzellen ist es inzwischen jedoch eine wahre Herausforderung, dieser Pflege nachzukommen. Viele Grundstücke werden aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr gepflegt. Deshalb plädieren die NABU-Aktiven und Armin Wikmann dafür, Vereine, Initiativen und Schulen in Projekten dazu zu motivieren, bei der Pflege ihrer Heimat mitzuwirken. Auch aus diesem Grund ist Armin Wikmann weiterhin motiviert, auf dem Tüllinger den Kindern die Natur nahezubringen. Er freut sich in der Sache aber auch auf weitere Mitstreiter:innen.
Sarah Hagmann, MdL: „Hier wird deutlich: Hitze, Dürre und veränderte Witterungen fordern nicht nur uns, sondern auch unsere Ökosysteme. Deshalb setzen wir uns mit aller Kraft dafür ein, unsere Lebensgrundlagen und unser schönes Baden-Württemberg zu schützen. Ich bin froh, dass wir in Baden-Württemberg mit dem Biodiversitätsstärkungsgesetz klare Ziele gesetzt haben, um unsere natürliche Lebensgrundlage zu schützen. Damit dies gelingt, sind wir alle gefragt: das Land, die Kommunen und die Bevölkerung, diese Initiativen und Naturschutzorganisationen tatkräftig unterstützen.“
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