Die Grünen-Landtagsabgeordnete Sarah Hagmann besuchte kürzlich gemeinsam mit dem Finanzminister Danyal Bayaz das in Maulburg ansässige, global agierende Unternehmen Endress+Hauser.
Mit der Managing Director Dr. Helga Linnartz, dem Chief Financial Officer Holger Reichhold, dem Director Operations Dr. Jens Elzenheimer, dem Director Solutions and Technology Christian Reichert und dem Director Marketing Stefan Menschel kam unter anderem zur Sprache, wie die Nachhaltigkeit eines Unternehmens bürokratieärmer umgesetzt werden kann und wie Fachkräfte besser gewonnen werden können. Mit dabei war auch die Maulburger Bürgermeisterin Jessica Lang.
Foto: Endress+Hauser Vor dem Gespräch erhielten die drei Gäste zunächst einen Einblick in die Produktion von Füllstands- und Druckmessgeräten sowie Lösungen für das Bestandsmanagement am Standort Maulburg. Die Messgeräte entstehen hier auftragsbezogen in zahlreichen Varianten und werden passend zu den Kundenanforderungen mit ihren jeweiligen Anwendungen konfiguriert. Diese werden für Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen –beispielsweise aus der Lebensmittelproduktion, der Chemieindustrie oder der Wasser- und Abwasserindustrie – zusammengebaut. Am Standort Maulburg und an den internationalen Endress+Hauser Standorten wird nicht nur gefertigt, sondern auch entwickelt. Produktion und Entwicklung arbeiten hier sehr eng zusammen, sodass neue Lösungen schnell und in hoher Qualität in die Anwendung gebracht werden können.
Ein wichtiger Aspekt ist dabei auch die Entwicklung des Standorts. Deshalb investiert Endress+Hauser in Maulburg in ein Produktionsumfeld, das die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig sichern und weiteres Wachstum ermöglichen soll. Dabei legt Endress+Hauser großen Wert auf energieeffiziente Konzepte, nachhaltige Technologien und ressourcenschonende Prozesse. Die neuen und modernisierten Gebäude werden die Energieeffizienz weiter deutlich steigern und sich zu einem großen Teil energieautark versorgen können.
Foto: Ansgar TaschinskiAm Beispiel des Nachhaltigkeitsmanagements des Unternehmens wurde deutlich, welche Themen der Geschäftsführung wichtig sind, die sie den beiden Vertreter:innen aus der Politik insbesondere mitgeben möchten: Klar definierte und vor allem praxistaugliche Vorgaben im Nachhaltigkeitsreporting sind entscheidend. Unternehmen wünschen sich Prozesse, die verlässlich, verständlich und wirksam sind und Raum lassen für konkrete Maßnahmen im eigenen Betrieb. Danyal Bayaz unterstrich: „Für mich ist klar: Es muss um die Einsparung von CO₂ gehen, nicht um seine Bürokratisierung.“ Er sieht im europäischen Emissionshandel einen wesentlichen Hebel, um bürokratiearm CO₂-Emissionen einzusparen
Ebenso waren sich alle einig, dass die aktive Fachkräftegewinnung auch auf staatlicher Ebene proaktiver angegangen werden müsse, da Staaten wie China in diesem Bereich bereits sehr aktiv sind. Endress+Hauser setzt dabei vor allem auf die eigene, vielseitige Ausbildung als verlässliche Grundlage für die langfristige Fachkräftesicherung. Sarah Hagmann, MdL, sagte: „Für mich wird hier nochmals deutlich: Fachkräftemangel ist kein Schicksal, sondern eine Gestaltungsaufgabe. Mit Qualifizierung, Weiterbildung und Zuwanderung sichern wir Wohlstand und Innovation.“
Foto: Ansgar TaschinskiEndress+Hauser versteht sich hier in der Region ganz klar als Unternehmen im Dreiländereck. Die Teilnehmenden unterstrichen daher die Bedeutung gut funktionierender Beziehungen zwischen der EU und der Schweiz sowie eines gestärkten europäischen Binnenmarkts, auch im Hinblick auf Fachkräfte.
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